Ode to Heidelberg

Frierich Hölderlin, born in 1770 in Lauffen on Neckar, was a German poet. After his travel to Heidelberg in 1788 Heidelberg won his heart and so Hölderlin dedicated an ode to this wonderful town.

In the ode it is noticeable how Hölderlin had grown fond of Heidelberg and how much he admired this town. The poem came into existence in the same year like the Old Bridge, in 1800. Next to the Old Bridge in the poem there are mentioned other popular places and things of Heidelberg. So, Hölderlin writes e.g. about the “ewige Sonne” (= eternal sun) and the “freundliche Wälder” (= friendly woods) which even today make Heidelberg such an appealing place.

Today the handwritten version is located in the Electoral Palatinate Museum (= Kurpfälzisches Museum). The verse stanza is also engraved into a stone which stands in the beginning of the Philosophers Way.

Heidelberg

Lange lieb ich dich schon, möchte dich, mir zur Lust,

Mutter nennen und dir schenken ein kunstlos Lied,

Du, der Vaterlandsstädte

Ländlichschönste, so viel ich sah.

Wie der Vogel des Waldes über die Gipfel fliegt,

Schwingt sich über den Strom, wo er vorbei dir glänzt,

Leicht und kräftig die Brücke,

Die von Wagen und Menschen tönt.

Wie von Göttern gesandt, fesselt’ ein Zauber einst

Auf die Brücke mich an, da ich vorüber ging

Und herein in die Berge

Mir die reizende Ferne schien

Und der Jüngling, der Strom, fort in die Ebne zog,

Traurigfroh, wie das Herz, wenn es, sich selbst zu schön,

Liebend unterzugehen,

In die Fluten der Zeit sich wirft.

Quellen hattest du ihm, hattest dem Flüchtigen

Kühle Schatten geschenkt, und die Gestade sahn

All’ ihm nach, und es bebte

Aus den Wellen ihr lieblich Bild.

Aber schwer in das Tal hing die gigantische,

Schicksalskundige Burg nieder bis auf den Grund,

Von den Wettern zerrissen;

Doch die ewige Sonne goß

Ihr verjüngendes Licht über das alternde

Riesenbild, und umher grünte lebendiger

Efeu; freundliche Wälder

Rauschten über die Burg herab.

Sträuche blühten herab, bis wo im heitern Tal,

an den Hügel gelehnt oder dem Ufer hold,

Deine fröhlichen Gassen

Unter duftenden Gärten ruhn.

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